Buchreview „Fotografieren lernen mit marcusfotos.de“

Versprochen, ist versprochen…

… so sagt man. Dies soll auch an dieser Stelle sowohl für meine versprochene Meinung zum Buch „Fotografieren lernen mit marcusfotos.de gelten, als auch für Marcus eigene Worte. Dazu später mehr.

Fotografieren lernen mit Marcusfotos.de - Schritt für Schritt zu besseren Bildern (Humboldt Verlag)Wie bereits im letzten Artikel erwähnt, habe ich das Buch von Marcus geschenkt bekommen und war super überrascht und happy darüber. Dass ich nun über sein Buch etwas schreibe, meine Meinung schreibe, ist davon losgelöst und passiert, weil ich es euch näher bringen möchte.

Marcus schreibt in der Buchzusammenfassung:

„Verständlich. Verständlicher. Marcus Boos! […] Mit vielen Fotos zum Erklären, Inspirieren und Nachmachen.“

Und genau das trifft es, wenn man Marcus oder eben sein Buch beschreiben möchte. Wer Marcus kennt weiß, dass er Inhalte perfekt strukturiert, praxisnah und leicht portioniert vermittelt. Und wenn du seine Videos/Workshops kennst und wie ich, mit seinem Erklärstil gut zurechtkommst, wirst du das Buch als Fotografie-Einsteiger (in die Portraitfotografie) lieben und es wird dein perfekter Begleiter für diesen Einstieg.

Der Buchaufbau

Das Buch ist in 11 logisch getrennte und strukturierte Kapitel unterteilt:

  • Kamera
  • Modelle finden
  • Bildgestaltung
  • Fokussieren
  • Licht
  • Brennweite und Objektive
  • Mehr Bildgestaltung
  • Belichtungsmessung
  • Noch mehr Bildgestaltung
  • Blitzen
  • Tipps zum Schluss

Wie du an diesem Aufbau des Buches schon erkennen kannst, kommen fachliche bzw. inhaltliche Einführungen von relevanten Themen aus der Kameratechnik, Lichtsetzung oder Einstellungen an der Kamera immer in wohldosierten „Häppchen“ und gepaart mit Praxistipps. Dabei geht Marcus auf die wesentlichen Aspekte ein, ohne seine Leser mit (für Einsteiger) zu detailverliebten Wissen  zu überfordern. Das Buch kommt in einer lockeren Sprache geschrieben daher und lädt sofort dazu ein, sich gemeinsam mit seiner Kamera in der Hand ans Lesen zu machen. Jedes technische Kapitel wird von einem Kapitel zur Bildgestaltung abgelöst, die ebenfalls wohldosiert an mehreren Stellen wieder neu (und zu unterschiedlichen Teilthemen) aufgegriffen werden. Zu jedem Kapitel gibt es am Ende auch praktische Beispiele, die zur kreativen Umsetzung anregen, alle benötigten Schritte beschreiben und zum Mitmachen auffordern.

Du bekommst beim Lesen in wenigen Worten und dennoch ausführlich erklärt, wie einzelne Aspekte zusammenwirken und worauf es in den entsprechenden Situationen ankommt. Marcus erklärt an zahlreichen Bildbeispielen, wie vorzugehen ist und worauf es tatsächlich ankommt. Das besondere an seinem Buch ist, dass es so leicht und verständlich wie ein Handlungsrezept geschrieben ist und dennoch Platz für eigene Kreativität lässt (und diese fordert!!!). Das heißt, du bekommst alle wesentlichen Informationen, Tipps und Anregungen  für Bildideen in jedem Kapitel durch zahlreiche Bildbeispiele, jedoch ohne absolute Werte und „Rezepte“. Denn wie Marcus auch erklärt, hat Fotografie eben viel mit Situationen und Licht zu tun und damit verändern sich diese Werte jedesmal. Doch keine Angst, die Hinweise und Beschreibungen sind alle so beschrieben, dass man einen perfekten Leitfaden hat und dennoch selbst kreativ werden kann (bzw. muss). Der Aufbau dieser Praxisaufgaben ist immer gleich: „Du brauchst“ | „Die Idee“ | „Die Einstellungen“ | „So wird’s gemacht“. 

Generell beschreibt Marcus alle wesentlichen Inhalte zu einem Themenschwerpunkt auf wenigen Seiten gefolgt von vielen Beispielbildern, gespickt von Erklärungen und Anregungen dazu. Ebenso erfährst du an den wesentlichen Stellen, worauf du genau achten solltest, was wesentlich ist und wo Stolperstellen lauern.

Warum ich dieses Buch für Einsteiger anderen vorziehe…

…liegt einfach an zwei wesentlichen Fakten. Marcus kann Dinge gut strukturieren sowie auf das wesentliche Lenken UND der Aufbau des Buches ist in meinen Augen für Anfänger perfekt. Die Texte sind nicht ewig lang mit Details, die einen Anfänger nicht interessieren bzw. eher verwirren. Auch ist es mit diesem Buch möglich, Unklarheiten schnell unterwegs mal nachzuschlagen ohne ewig zu suchen. Für mich ein klarer Vorteil und so, wie es sich für Einsteigerbücher gehört. Ich muss es dabei haben können, wenn ich Dinge ausprobiere und brauche eine schnelle Stütze vor Ort ohne langes Suchen.

Wie grenzt sich das Buch speziell von anderen Büchern auf dem Markt ab? Für mich ganz klar durch die Forderung nach Kreativität und selbst tätig werden. Denn hier gibt es kein ganz striktes „Kochrezept“ mit allen Einstellungen und Werten, mit dem man Bilder nur noch „nachstellt“. In diesem Buch gibt es Ideen, Erklärungen und begleitende Lösungswege für fotografische Probleme sowie Bilder die man umsetzen möchte.

Wenn du also Fotografie-Einsteiger bist, dich besonders im Protraitbereich wohl fühlst und dir eine gute Anleitung sowie Unterstützung, aber kein starres Rezept wünscht, wirst du mit diesem Buch sehr viel Freude haben. Für mich eine klare Kaufempfehlung. Bist du bereits fortgeschrittener Fotograf, wirst du sicher die Basics überspringen können und dennoch einige Tipps und Anregungen aus den Praxisteilen mitnehmen können. Auch hier sicherlich eine sinnvolle Ergänzung im Bücherregal.

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Andreas

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