Das fast perfekte mobile Studioequipment für den schmalen Geldbeutel!

Das fast perfekte mobile Studioequipment für den schmalen Geldbeutel…

… und deinen Einstieg in die Studiofotografie mit Hintergrundsystem!

Wie jeder begeisterter (Hobby-)fotograf beginnt man irgendwann in der Regel, sich mit Studiofotografie zu beschäftigen. Sei es wegen eigenen Profil- oder Bewerbungsbildern oder um abzugrenzen, welcher Bereich einem wirklich viel Spaß bereitet. Aus diesem Grund macht man sich einige Gedanken darüber, was man denn alles benötigt, was in seinem Budget (zum nur mal Testen) liegt und wo man  Prioritäten legen sollte. Jeder Fachmarkt oder Internethändler ist voll mit tausenden Möglichkeiten von Lichtformern, Hintergrundsystemen und Blitzen. Hier die richtige Wahl für sich zu finden ist recht schwer und jeder legt andere Prioritäten beim Equipment. In diesem Artikel stelle ich dir einige Eckpunkte zusammen, versuche auf einige Vorteile der einzelnen Systeme einzugehen und gebe dir einen Eindruck über meinen Workflow in der Studiofotografie und wo diese ihre Grenzen hat.

Systemblitze nicht unterschätzen

Geschätzt 99% der Profifotografen benutzen große und teure Studioblitze. Wenn du kein festes Studio und ein großes Budget hast, solltest du dich von diesem technischen Hype – analog wie bei allen Dingen von Kamera bis Objektiven – verabschieden. Sicherlich haben diese Blitze durch ihre Charakteristik und Leistung große Vorteile. Preis-Leistung ist aber für Einsteiger in keinem Verhältnis. Ein guter Systemblitz kostet ca. 60-100 Euro (z.B. Yongnuo YN 560 III / IV oder YN 568 Ex II) und damit kann man für das Budget eines Studioblitzes locker 3-4 Systemblitze kaufen.

Studiohintergrundsystem on Location mit grauem Karton und 3x Systemblitz

mein Studiosystem on Location

Geht man einmal davon aus, dass der normale Einsteiger und Hobbyfotograf kein Studio hat und mobil arbeiten muss, ergibt sich ein weiterer großer Vorteil. Systemblitze ( Aufsteckblitze) lassen sich sehr platzsparend einsetzen, sind dennoch auch kombiniert und gebündelt zu verwenden, haben eine gute Leistung und haben ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Egal ob man sein kleines Studio immer wieder abbauen muss oder oft an verschiedenen Orten arbeiten muss, die Leistung und Kompaktheit von Systemblitzen ist sehr gut und meine klare Empfehlung für den Einstieg. Ob du dir nun erst einen Blitz kaufst oder mehrere benötigst, hängt davon ab was konkret du umsetzen möchtest. Für einfache Portraits reicht sicher auch ein Blitz aus. Möchtest du Streiflichter oder aufwendigere Sets, wirst du 2-4 Blitze benötigen. Aber auch hier kann man sich sehr gut heran tasten und nachlegen, wenn Bedarf ist. Ich arbeite seit 5 Jahren mit den Yongnuo-Blitzen und hatte noch nie ein Problem mit Ausfällen oder Schäden – klare Empfehlung. Zu den Blitzen empfehle ich den Yongnuo TX 560 Wireless Flash Controller, um mehrere Blitze in der Stärke einzustellen ohne von der Kamera weg zu müssen. Gleichzeitig fungiert er als Funksender für die Blitze.  Ich habe unter dem Artikel einige der erwähnten Euipmentteile bei Amazon für dich aufgelistet. Klick dich gerne durch. 
Für jeden Systemblitz empfehle ich dann ein gutes Lampenstativ (z.B. von Walimex), dass nicht das aller billigste sein sollte. Hier kaufst du sonst sicher zweimal. Dazu empfehle ich einen Schirmneiger und Durchlicht-/Reflexschirm mit einem im Durchmesser von 1m (sehr vielseitig einsetzbar aber auch ungerichtet) oder aber -je nach Geschmack und Einsatz- eine Softbox mit Halterung. Für den Einstieg lässt sich hier SMDV oder auch eine Neewer Softbox empfehlen. Preislich liegt man hier für Stativ +Schirm/Softbox insgesamt bei ab 50€. Mehr braucht es für den Einstieg nicht. Auch hier lässt sich später einiges erweitern, durch z.B. andere Softboxen und Lichtformertypen.

mobiler Studiohintergrund für überall

Auch beim Thema Studiohintergründe gibt es sehr viele Meinungen und Angebote und jeder muss SEIN perfektes System finden. Ähnlich wie bei Studioblitzen gibt es auch hier feste Systeme für die Wand, die sehr komfortabel sind, um 2,70m Hintergründe und mehr zu bewegen. ABER: Weder ist diese Größe für den Hobbyfotografen unbedingt nötig, noch im Budget, noch hat er (wie erwähnt) ein Studio. Weiterhin muss es günstig, mobil und praktisch sein. Ich habe mir dazu einige Systeme angeschaut und getestet.
Ganz klar empfehlen kann ich das mobile Walimex Hintergrundsystem empfehlen mit einer variablen Breite von 120 – 307 cm und Arbeitshöhe bis 260cm (WT-806). Das System kommt in einer Tasche, ist somit sehr gut transportierbar, sehr schnell und stabil aufzubauen und perfekt für alle Hintergründe egal ob eine Rolle von 1,35m, 2,70m oder Stofftuch. Das System gibt es für ca. 100€.
Wo wir beim Thema Hintergrundart sind. Ich empfehle ganz klar eine Papierrolle. Stofftücher zum Zusammenlegen sind zwar schön kompakt aber die Knicke sind oft doch deutlich sichtbar und machen hinterher viel Arbeit am PC. Ich empfehle für den mobilen Einsatz Rollen zw. 1,35 und 2m. Diese sind gut zu transportieren und reichen völlig aus für 1-2 Personen. dazu würde ich einen grauen Karton wählen, der neutral und schnell ersetzt werden kann am PC und die natürlichen Schatten automatisch eingebaut sind. Eine Breite über 2m halte ich für mobile Systeme als ungeeignet und rate davon ab. Ich bestelle meine Rollen in der Regel bei Calumet und bin mit der Qualität sehr zufrieden. Meine erste Wahl ist die Farbe Smoke Grey, dass einem Neutralgrau sehr nah kommt.
Mein persönlicher Tipp für die Befestigung der Rollen gegen eigenständiges Abrollen sind große Klemmen/Klammern aus dem Baumarkt. Perfekt!

Ich hoffe ich konnte dir einen Einblick in meine Erfahrungen geben und helfe dir dabei, dein perfektes Equipment für deine Fotografie zu finden. Gib mir sehr gern Feedback über deine Gedanken, deine Erfahrungen und hilf anderen bei dieser Entscheidungsfindung.

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