Der Orton-Effekt (Lichter strahlen)

Liebe Leser,

ein vor allem bei Landschafts- und Urbanfotografen beliebter Look/Effekt, ist der auf den Fotografen „Orton“ zurückzuführende Stil des Orton-Effekts. Kurz zusammengefasst hebt er die Belichtung der hellen Bildbereiche stark an (ca. 2 Belichtungsstufen), und zeichnet diese weich.

Das Bild oben zeigt, wie man den Effekt dezent einsetzen kann, und wie er damit das Bild noch mehr zum Strahlen bringt. Diesen Look/Effekt habe ich im kostenlosen Download-Bereich auch als Lightroom-Preset bereitgestellt, er ist aber auch sehr schnell als Verlaufsfilter angelegt und abgespeichert, da dieser Effekt sowieso immer auf das Bild angepasst werden sollte. Ich gehe auf die notwendigen Schritte nachfolgend im Detail ein und erkläre diese.

Verlaufsfilter für Orton-Effekt mit 10 Klicks selber bauen (und abspeichern)

Im ersten Schritt benötigt man einen Verlaufsfilter. Dazu geht man in Lightroom in den Entwickeln-Modus und klickt in der rechten Werkzeugleiste auf den Verlaufsfilter (1).

Diesen zeiht man außerhalb (!!!) des Bildes auf (2), so dass er zunächst mit 100% Wirkung auf dem gesamten Bild agiert. Im nächsten Schritt passt man den Effekt an, in dem die Belichtung erhöht wird und die Schärfe entzogen wird (3), (4) & (5). Dabei sind die Werte eine Orientierung.

Unbedingt zu beachten ist, dass der Effekt zunächst viel zu stark ist (mit 100%), wie man auch am Beispielbild erkennt. Die Feinjustierung erfolgt in einem der folgenden Schritte auf den gesamten Effekt bzw. für den Verlaufsfilter in Summe.

Hat man die Werte gefunden (man kann diese später jederzeit noch im Detail korrigieren) und eingestellt, schließt man die Konfiguration durch einen Klick auf den Pfeil (6).

Wie bereits angedeutet folgt nun die Feinabstimmung für den Filter insgesamt. Dazu kann man mit (7) und Hilfe von (8) vorgehen. Mit (7) reduziert man die prozentuale Wirkkraft des Verlaufsfilters, mit (8) kann man den Wirkungsbereich bezogen auf den Kontrast anpassen.

Mit Hilfe der aktivierten Luminanzmaske (Bereichsmaske – Luminanz) sieht man im Bild sehr gut, in welchen Helligkeitsbereichen der Filter wirkt. Der Bereich (8) definiert von 0 (schwarz) bis 100 (weiß) welche Helligkeiten vom Filter berücksichtigt werden sollen. In meinem Fall grenze ich den Bereich von 0-34 (Schwarztöne) aus. Das erkennt man auch sehr gut in der Luminanzmaske. Auf rote Bereiche wirkt der Filter, auf schwarze wird er nicht angewendet. Anschließend kann man dann bei (7) den Gesamtbetrag in der Wirkung prozentual reduzieren. Bei mir noch 33% der am Anfang definierten Werte im Verlaufsfilter.

Den fertigen Verlaufsfilter mit Orton-Effekt kann man dann einfach als Vorlage für Verlaufsfilter abspeichern. Dazu geht man auf die Doppelpfeile, wie in (9) gezeigt und erstellt den neuen Filter mit Klick auf (10).

Jetzt lässt sich der Filter immer wieder mit den erstellten Werten verwenden, wenn man einen neuen Filter aufzieht.

Ich hoffe die Erklärung ist hilfreich für deine Bildbearbeitung. Solltest du dazu noch Fragen oder Anmerkungen haben, schreibe diese gerne in die Kommentare.

Viele Grüße,
Andreas

Kommentar verfassen