Notebook von HDD auf SSD nachrüsten

Üblicherweise werden Notebooks und PCs auch heute noch, von den Topgeräten der oberen Preiskategorie mal abgesehen, mit üblichen Festplatten (HDDs) verkauft. Schnell ärgert man sich, dass das neu gekaufte Gerät doch nicht so viel Power hat, wie gewünscht. Hat man doch extra darauf geachtet relativ leistungsstarke Komponenten zu nehmen. Schaut man dann mal in den Taskmanager, stellt man sehr schnell fest, wer der eigentliche Übeltäter ist. Sehr oft ist es eben nicht der Prozessor (CPU) oder zu wenig Arbeitsspeicher (RAM), sondern eben die verbaute Festplatte.

 Wer einmal eine SSD benutzt hat, bereut die Zeit vor der Umrüstung und will nie wieder zurück.

Für moderne Rechner und Geschwindigkeiten sind diese oft einfach nicht mehr ausreichend sowie zeitgemäß und bilden das Nadelöhr in der Rechenkette. Genau da kommen moderne, schnelle Speicher wie SSDs (Solid State Drive) ins Spiel. Sie besitzen eine Schreib- und Lesegeschwindigkeit die bis zum 500-fachen einer üblichen Festplatte liegt und ermöglicht das volle Leistungspotential des Rechners ohne durch zu langsames Schreiben und Lesen zu bremsen. Dabei ist es total easy und ich erkläre dir, wie du eine SSD nachrüsten kannst.

Ich habe bereits vor 2 Jahren meinen PC in der Leistung modernisiert. Doch die neue CPU oder der RAM allein gaben nicht die gewünschte Power, erst eine SSD brachte die Power, die das System haben sollte. Wer einmal eine SSD benutzt hat, bereut die Zeit vor der Umrüstung und will nie wieder zurück. Jetzt war auch das Notebook mit dem Speicherupdate auf SSD dran.

Doch wie geht man nun genau vor?

Zunächst muss man erwähnen, dass ich kein Highend-Notebook besitze. Ich habe ein relativ preisgünstiges HP 15-g005ng mit ausreichend Leistung für das Office. Nach dem Systemstart benötigt das System aber gerne mal 5 Minuten unter Volllast der Festplatte, bis man wirklich arbeiten kann und gerät auch dann schnell wieder in diesem Bereich. In meinem PC ist eine Samsung SSD 840 EVO verbaut. Für das Notebook sollte nun das Nachfolgemodel her, die 850 EVO.

Wie geht man nun genau vor? Ganz simpel: Rechner starten, DVD rein und installieren, neue SSD über den Adapter anschließen und in der Software einfach das „klonen“ (kopieren) der alten Daten samt Windows anstoßen.

Gekauft habe ich die SSD als Starterkit. Das heißt, es liegt ein Kabel von SATA (Festplattenanschluss) auf USB dabei. Ebenso ist eine DVD mit der benötigten Software zum Kopieren der Daten dabei. Klang simpel, war es am Ende auch.

SSD Samsung 850 EVO

SSD Samsung 850 EVO

Wie geht man nun genau vor? Ganz simpel: Rechner starten, DVD rein und installieren, neue SSD über den Adapter anschließen und in der Software einfach das „klonen“ (kopieren) der alten Daten samt Windows anstoßen. Der Vorgang hat spielend leicht funktioniert und vorweg, das System wurde sofort mit der SSD und allen Daten erkannt ohne Probleme. Windows und alle Programme starten wie gewohnt – nein sehr viel schneller als gewohnt. Mit so einer spielend leichten Handhabung habe ich nicht gerechnet.

Hinweis: Logischerweise muss die SSD mehr Speicherplatz haben, als auf der alten Festplatte bereits verbraucht ist. Es ist jedoch nicht mehr notwendig, dass die SSD (wie noch vor Jahren üblich) grundsätzlich größer als die alte HDD ist. Ich habe z.B. eine 500GB HDD verbaut gehabt und durch eine 250GB SSD ersetzt. Kostenpunkt zwischen 90 und 110€.

Tipp: Die alte Festplatte mit einem Gehäuse als externen Speicher für Bilder und co nutzen.

Natürlich gibt es SSDs auch mit mehr Speicherkapazität. Meine Meinung dazu ist jedoch, dass 250GB für Windows und Programme völlig reichen. Bilder, Musik und andere Daten gehören nicht auf den Systemspeicher, sondern auf externe Speicher, wo sie das System nicht zusätzlich belasten. Die alte Festplatte kann man mit einem Gehäuse dann ja auch prima für die übrigen Daten nutzen.

Wo ist der Haken?

Einen Haken gibt es bei der Sache. Einbau in einem PC ist kinderleicht und schnell gemacht. Doch der Einbau in einem Notebook kann je nach Gerät nicht so leicht sein. Es gibt Geräte, wo einfach eine Klappe auf der Unterseite entfernt wird und die Festplatte leicht zu tauschen ist. Das muss aber nicht der Fall sein. Also lieber vorher prüfen und überlegen ob man sich das zutraut!

Bei meinem Gerät gab es eine solche Klappe nicht. Hier musste (Anleitung gibt es im Internet dazu) man das gesamte Gerät auseinander bauen. Sprich: Tastatur entfernen, alle Verbindungskabel entfernen, komplette Front und Rückseite abschrauben und abnehmen, DVD-Fach entfernen, usw…

Das ist nicht unmöglich mit etwas Geduld und Mut, aber dieser Schritt ist nicht so einfach wie der Rest. Da heißt es an Plaste mit einiger Gewalt ziehen und vor einem total demontierten Gerät sitzen.

Hier sollte man also Mut haben oder Hilfe hinzuziehen und nicht ohne Anleitung agieren. Ebenfalls ist zu erwähnen, dass beim Öffnen des Gerätes die Garantieansprüche erloschen sind. Kein Drama, sollte einem aber bewusst sein. Gegebenenfalls einfach warten, bis das Gerät aus der Garantiezeit ist – wie in meinem Fall.

Fazit

Ich kann jedem nur das Nachrüsten einer SSD (250GB reichen völlig) empfehlen. Die Daten zu kopieren geht kinderleicht und der Einbau ist auch kein Hexenwerk, wenn man behutsam vorgeht. Der Leistungssprung ist enorm, gerade wenn man ein eigentlich modernes und leistungsstarkes Gerät besitzt. Also nur Mut.

Wenn du dir noch unsicher bist oder weitere Fragen auftauchen, schreib mir sehr gern per Mail oder in den Kommentaren dazu!

Ich hoffe ich konnte dich anregen, dir das Thema SSD mal anzuschauen und es auszuprobieren.

Viele Grüße,
Andreas

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