Objektiv-Quartett 2020 an Sony E-Mount

Jedes neue System bringt zumeist auch die Notwendigkeit neuer Objektive und weiters Zubehör mit sich. Entsprechend hieß es auch für mich, mit dem Wechsel von Canon DSLR zu Sony, nach neuen Objektiven zu suchen. Nachfolgend nun mein Objektiv-Quartett 2020 an Sony E-Mount.

Liebe Freunde der Fotografie,

schon vor dem Wechsel zu einer Sony-Kamera mit E-Mount Anschluss haben ich mich damit beschäftigt, ob und welche Objektive mir nun zur Verfügung stehen und ggf. zeitnah noch auf den Markt gebracht werden.

Ein Aspekt der mir aber noch viel wichtiger war: Ich möchte ein System, dass möglichst leicht bleibt. Entsprechend habe ich geschaut, welche Objektive rein für APS-C konzipiert, gebaut und angeboten werden.

Gerade der letzte Punkt war nicht unwichtig, denn hier passiert noch sehr viel auf dem Markt aktuell. Egal ob Sony selbst oder ein Drittanbieter, wie Sigma oder Tamron. Es wird sehr viel an Objektiven weiterentwickelt, um modernen Ansprüchen – sei es in Auflösung oder Autofokus – zu genügen.

Ein Aspekt der mir aber noch viel wichtiger war: Ich möchte ein System, dass möglichst leicht bleibt. Entsprechend habe ich geschaut, welche Objektive rein für APS-C konzipiert und gebaut, angeboten werden. Da ich mich genau deshalb für APS-C entschieden habe, kamen Objektive für Vollformat genau aus diesem Aspekt nicht in frage, wo immer möglich. Denn ansonsten hätte ich auch Vollformat kaufen können, wenn ich das Gewicht und die Größe akzeptiere.

Sony SEL 16-55mm G f/2.8

Ohne das es meine Erwartung war, mein absoluter Liebling und ein mega Objektiv: das Sony SEL1655G 2.8. Ein eben ein für APS-C konzipiertes Objektiv / Standardzoom. Lichtstark, sau scharf, kompakt, sehr schneller präziser Autofokus, perfekt. Eine absolute Empfehlung für jeden, der eine APS-C Kamera mit E-Mount hat.

  • Sony SEL1655G f2.8
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Bisher habe ich auf der Canon immer ein Sigma 17-70 genutzt. Perfekt für den Urlaub, gut scharf und praktisch. Aber ich habe es für planbare Fotos nur eher selten genutzt. Dafür hatte ich Festbrennweiten. Das ist mit dem Sony definitiv anders. Ich habe es 90% auf der Kamera und mache damit fast alles.

Sigma 56mm f/1.4 DC DN

Eigentlich als „mein“ Objektiv geplant, das Sigma 56mm f/1.4 DC DN. Nicht falsch verstehen: Ein absolut sehr gutes, mega lichtstarkes, schnelels und scharfes Objektiv. Perfekt für Portraits (Kleinbildäquivalent 80mm), und eine tolle Ergänzung. Aber eben auch eine Festbrennweite, die etwas weniger flexibel ist. Ich habe auf der Canon fast immer das Canon 50mm 1.4 benutzt, da es die schärfe hatte die ich brauchte und durch den nicht leistungsfähigen Sensor (ISO-Leistung, AF-Leistng), so noch oft eher zu gebrauchen war bei Offenblende. Bei der Sony speilt durch die invarianten ISO-Leistung und die mega ISO-Leistung diese Überlegung keine Rolle mehr. Daher weicht das Sigma nach wenigen Wochen sehr schnell in eine Nische, als „Spezialobjektiv“ und muss im Alltag dem Sony SEL1655G platz machen. Dennoch eine absolute KAufempfehlung. Sehr klein, sehr gute Qualität und sehr lichtstark für gute Freistellungen und ein Arbeiten an Grenzbereichen oder für Portraitfreistellungen.

Hätte Tamron dieses Objektiv nicht entwickelt, hätte ich mir kein Teleobjektiv gekauft.

Für den geplanten Einsatz in der Wohnung (und dort für meine Katzen) hat es gegen das Sony aber keine Chance, da dieses einfach flexibler ist (Zoom) in den engen Räumen und Blende 2.8 mit dem ISO-starken Sensor der Sony A6600 mehr als reicht.

Tamron 70-180mm f/2.8 Di III VXD

Objektiv 3 in der Sammlung: das Tamron 70-180mm f/2.8 Di III VXD. Ein Objektiv für Vollformat und APS-C, aber extrem kompakt und leicht für diese Lichtstärke. Vergleichsweise sind Teleobjektive immer teuer, schwer und groß, besonders mit Lichtstärke f2.8. Das Tamron „verzichtet“ etwas am oberen Rand der Brennweite an Leistung, schafft dafür etwas unvergleichliches: es ist sehr kompakt, leicht und das bei durchgängigen f2.8. Gerade an einer APS-C Kamera mit Faktor 1,5 (Crop) macht diese Kombination sehr viel Sinn und kommt meinen Bedürfnissen sehr entgegen. Hätte Tamron dieses Objektiv nicht entwickelt, hätte ich mir kein Teleobjektiv gekauft. Besonders zu erwähnen ist, dass das Objektiv im Vergleich mit dem fast doppelt so teuren Sony 70-200 f2.8 mithalten kann und um Welten besser ist als das leichtere und günstigere Sony 70-200 f4.0 ist. Also ein absoluter Volltreffer von Tamron. Ich habe das Objektiv verlgeichsweise spät zu meinem System dazugekauft und bisher noch überschaubar genutzt. Klar, ein Teleobjektiv braucht man nicht jeden Tag, aber wenn, ist es gold wert in der Lichtstärke und mit dieser Leistung (Bildqualität und Autofokus). Egal ob im Freien oder in der Wohnung: Es arbeitet wie ein Tier! Ebenfalls klare Kaufempfehlung!

Samyang 12mm f2.0

Last but not least: Das Samyang 12mm f2.0 für Sony E-Mount. Das „jüngste“ in meinem Rucksack. Ein absolutes Nischenobjektiv, aber ebenso vielseitig einsetzbar. Zumindest, wenn man ein scharfes bekommt. Hier bitte testen nach der Kauf, denn die Serienstreuung ist extrem hoch.

Hast du ein gutes Objektiv bekommen, wirst du viel Freude daran haben. Auch an APS-C mit umgerechnet 18mm noch sehr viel Weitwinkel und perfekt für den Einsatz in Landschaften, Astrofotografie und co. Ein vollständig manuelles Objektiv mit guter Schärfe. Manuell? Kein Problem! Bei einem so weitwinkligen Objektiv stellst du alles ab 2m eh auf „unendlich“ scharf und benötigst einen Autofokus nicht. Einmal ordentlich einstellen und los geht’s. Und manuell fokussieren ist das Kantenanhebung in der Sony Kamera ja auch kein Problem. Durch den Preis ein absoluter Klassiker, gerade wenn man es nicht so oft benutzen wird, aber dennoch eines dabei haben möchte. Ihr kennt das …

Wie erwähnt ist vor allem die Lichtstärke von f2.0 ein Brett, wenn man sich doch mal in der Dämmerung und Astro-Fotografie versuchen möchte. Aber ebenso, wenn man es kreativ für Weitwinkelfotos mit Offenblende (Freistellung) nutzen möchte. Ja das geht – nicht ganz einfach, aber möglich.

Damit ist mein Repertoire nun erstmal vollständig. Klar findet man sicherlich immer noch eine Ergänzung, die Erfahrung hat aber gezeigt, dass Schätzchen wie ein (neu erschienen) Sigma 105mm Makro für Sony zwar mega scharf und gut sind, aber eben auch ein sehr spezielles Objektiv, dass ich für meine Zwecke viel zu selten nutze. Daher wird es erstmal nicht dazu kommen. Ehrlich gesagt stand es in Konkurrenz zum Tamron 70-180mm – und hatte das Nachsehen.

Ach übrigens …

Auf allen Objektiven habe ich stets einen UV-Filter drauf. Einmal zum Schutz vor Staub und Schlägen, aber auch um den Sensor zu schützen. Auch wenn das immer dementiert wird, belastet die UV-Strahlung (die bekannter Maßen zunimmt) auch unsere Kameras mit der Zeit. Nur auf dem Samyang ist ein Polfilter verschraubt. Schöner Nebeneffekt bei der Auswahl oben: bis auf das Sigma, haben alle Objektive einen Filterdurchmesser von 67mm – perfekt um nicht unzählige verschiedene Filter (Polfilter, ND-Filter) kaufen zu müssen. ND-Filter würde ich übrigens immer „groß“ kaufen (>72mm) und mit Adapterringen skalieren. Dann kaufst du diese genau einmal in deinem Leben.

Solltest du noch Fragen oder Anmerkungen haben, gerne in die Kommentare oder eine Mail an mich!

Viele Grüße,
Andreas

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